Ist ein Burnout eine typische Berufskrankheit?

 

 

Krankheitskosten sind regelmäßig nur als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzieh-bar und das auch nur, soweit sie die zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Nur in Aus-nahmefällen können Krankheitskosten infolge von typischen Berufskrankheiten als Wer-bungskosten abgezogen werden. Der Vorteil des Werbungskostenabzugs: Es gibt keine zumutbare Eigenbelastung und der Abzug von Werbungskosten kann zu negativen Einkünften führen.

Welche Krankheiten zu den Berufskrankheiten gehören, ergibt sich aus der sogenannten Berufskrankheiten-Liste, einer Anlage zur Berufskrankheitenverordnung. Derzeit gibt es 73 anerkannte Berufskrankheiten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Krankheiten, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind und denen bestimmte Personengruppen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind.

Immer mehr Menschen leiden mittlerweile auch an psychischen Erkrankungen, insbesondere am sogenannten Burnout-Syndrom. Es ist zwar normal, nach einer harten geistigen oder körperlichen Arbeit erschöpft zu sein. Doch wer durch Stress, Leistungsdruck, Überforderung und Ähnlichem im Job total erschöpft und ausgebrannt ist und sich auch abends, an Wochenenden und im Urlaub nicht mehr erholt, bedarf der medizinischen Behandlung. In einem solchen Fall liegt nahe, dass ein Burnout durch den Beruf verursacht wurde, dieser also auch zu den Berufskrankheiten gehören müsste.

Die Richter des Finanzgerichts München sehen gegenwärtig keine zwingende Kausalität von Belastungssituationen und Stress im Beruf und einer psychischen Erkrankung. Sie verwei-gerten daher in einem aktuellen Fall den Abzug von Aufwendungen für eine mehrwöchige Behandlung in einer psychosomatischen Klinik als Werbungskosten. Bei einer psychischen oder psychosomatischen Erkrankung, die auch durch eine starke emotionale Belastung im Beruf ausgelöst wird, handelt es sich ihrer Auffassung nach nicht um eine typische Berufs-krankheit.

Die Bundesfinanzrichter haben bislang noch nicht entschieden, ob psychische Erkrankungen Berufskrankheiten sein können. Es bleibt daher abzuwarten, welche Auffassung sie in einem aktuell anhängigen Revisionsverfahren vertreten werden. Wir empfehlen daher allen Betrof-fenen, Behandlungskosten infolge eines beruflich bedingten Burnouts als Werbungskosten geltend zu machen. Das Finanzamt wird diese Werbungskosten zwar nicht anerkennen. Doch dann sollten Sie unter Bezugnahme auf das Revisionsverfahren Einspruch einlegen und ein Ruhen des Verfahrens beantragen.

(Stand: 04.09.2013)

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